GSB 7.1 Standardlösung

Behandlungskonzept - Unser Rehabilitationsansatz

Wir sehen Sucht oder Abhängikeit als Krankheit mit nachweisbaren Krankheitsursachen, -risiken, Krankheitsverläufen und Behandlungsmöglichkeiten. Um das Ziel der Rehabilitation, die dauerhafte Abstinenz der Patientinnen und Patienten zur erreichen, setzen wir auf eine tragfähige therapeutische Beziehung im Rahmen der persönlichen Begegnungen der Patienten und Behandler.

Menschenbild und Persönlichkeitstheorie

In der Rehabilitation orientieren wir uns an einem empirischwissenschaftlichen Menschenbild. Persönlichkeit verstehen wir als als Entwicklungs- und Lernprozess, bei dem das soziale Lernen und die zunehmende Entwicklung eigenverantwortlicher und selbstkontrollierter Verhaltensweisen eine zentrale Rolle spielen.

Bio-psycho-soziales Modell

Die Entwicklung einer (nicht-) stoffgebundenen Abhängigkeit mit gegebenenfalls zusätzlicher komorbiden psychischen Erkrankung wird als Krankheitsprozess verstanden, der nur in seinem Wechselspiel von biologischen, psychischen und sozialen Faktoren angemessen verstanden werden kann. Krankheitsprozesse sowie Gesundungs- oder Gesunderhaltungsprozesse (Salutogenese) werden als multifaktoriell bedingte Prozesse verstanden. Krankheiten werden dabei als Störungen interpretiert, die auf entsprechende Dispositionen und Vulnerabilitäten (Diathese) und Umgebungseinflüsse (Stress) zurück zu führen sind (Diathese-StressModell). Auch die Begleiterscheinungen und die Folgen von Krankheitsprozessen werden im Rahmen eines bio-psycho-sozialen Modells interpretiert.

Suchtverständnis

Auf dem Hintergrund des bio-psycho-sozialen Modells wird Sucht beziehungsweise Abhängigkeit als Krankheit angesehen, mit empirisch nachweisbaren Krankheitsursachen beziehungsweise –risiken, Krankheitsverläufen und Behandlungsmöglichkeiten.

Rehabilitationsansatz und Behandlungsprinzipien

Rehabilitationsmaßnahmen erfolgen im Rahmen eines sozialen Vermittlungsprozesses, für den tragfähige therapeutische Beziehungen im Rahmen der persönlichen Begegnungen von Patientin oder Patient und Behandlern wesentlich sind.

Die Rehabilitation und Behandlung erfolgt prinzipiell in Wohn- und Therapiegruppen, denen im Co-System feste Bezugstherapeuten zugeordnet sind. Durch die regelmäßige und möglichst konstante Beziehung zwischen Patientin oder Patient und Therapeut wird zum einen eine tragfähige therapeutische Beziehung angestrebt, zum anderen übernimmt der Bezugstherapeut dabei eine steuernde und koordinierende Funktion.

Auch im medizinisch-ärztlichen Bereich erfolgt je nach Art der vorliegenden psychischen oder somatischen Erkrankungen eine bedarfsbezogene medizinische Behandlung.

Rehabilitationsziele

Ziel der Rehabilitationleistungen im Auftrag der Rentenversicherung ist die wesentliche Besserung beziehungsweise Wiederherstellung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit. Für den Bereich der Krankenversicherung ist das Ziel, einer drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen.

Für die Rehabilitation Abhängiger führen diese Vorgaben zu folgenden Zielsetzungen:

• Herstellung und Erhaltung dauerhafter Abstinenz beziehungsweise Minderung von Rückfallhäufigkeit und –dauer,
• Weitgehende Überwindung oder Bewältigung körperlicher und seelischer Störungen,
• Möglichst dauerhafte Wiedereingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft.

Rehabilitationsdauer

Die stationäre Rehabilitation bei uns dauert in der Regel 8 bis 16 Wochen, Die Behandlungsdauer wird nach Abschluss der Eingangsdiagnostik gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten festgelegt. Sie richtet sich nach dem Schweregrad der Abhängigkeit, den vorhandenen Problemkonstellationen (soziale und berufliche Belastungsfaktoren, psychische Probleme) sowie dem Motivationsniveau und der vorhandenen Krankheitseinsicht und /-akzeptanz. Bei begründbarer Indikation kann eine Verlängerung beantragt werden.

Rehabilitationskonzept

Auf welchen theoretischen Grundlagen wir arbeiten, welche Indikationen wir behandeln und wie wir die gesteckten Rehabilitationsziele erreichen wollen, können Sie in unserem Rehabilitationskonzept nachlesen.

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