Fachklinik Eußerthal
Fachklinik Eußerthal

Die Außenwohngruppe in Landau

Schon mal was von Adaption gehört?

Sicher verstehen die meisten Menschen den Begriff "AdOption", aber "Adaption" sagt wohl den wenigsten Menschen was.
Da kann die Fachklinik Eußerthal, Klinik zur Rehabilitation Abhängigkeitskranker, allerdings Abhilfe schaffen: sie verfügt über eine sogenannte klinikinterne Adaptionseinrichtung.
Dort finden die Patienten, im Anschluss an ihre stationäre Entwöhnungsbehandlung, Aufnahme, die eine besondere fachliche Unterstützung bei ihrer sozialen und beruflichen Wiedereingliederung benötigen. Für sie besteht die Möglichkeit, den zweiten Teil der stationären Rehabilitationsbehandlung in der Außenwohngruppe der Fachklinik Eußerthal in Landau, direkt am südlichen Rand der Fußgängerzone, zu absolvieren.
Vorrangiges Ziel der Adaption ist die Vorbereitung auf eine eigenverantwortliche Lebensführung, sowie die Intensivierung der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. Zentraler Bestandteil dieses Rehabilitationsabschnittes von 8 bis 11 Wochen ist die Teilnahme an einem spezifischen oder unspezifischen Arbeits- bzw. Betriebspraktikum. Das Praktikum dient der externen Arbeits- und Belastungserprobung und soll die Chancen der Patienten bezüglich der Beruflichen Integration verbessern. Dazu arbeitet die Fachklinik mit mehr als 80 Betrieben unterschiedlicher Branchen in Landau und Umgebung zusammen.
"Es ist schon erstaunlich," bekundet der Leiter der Adaptionseinrichtung Rainer Kipfstuhl mit Freude, "dass etwa 30% unserer meist arbeitslosen Adaptionspatienten nach ihrem Praktikum in einem der Praktikumsbetriebe einen festen Arbeitsplatz einnehmen können."
Das Behandlungsangebot der integrierten Adaption ist umfassend: es enthält Einzel- und Gruppentherapie, ärztliche Betreuung, regelhaft ein ganztägiges Berufspraktikum in einem Betrieb, Beratung und Unterstützung bei Anträgen und Auseinandersetzungen mit Behörden, Beratung bei allen Fragen rund um den Beruf, Nachsorgeplanung (Einleitung von Betreutem Wohnen, Selbsthilfegruppen, Nachsorge) und nicht zuletzt Unterstützung bei der Wohnungssuche.
"Nach der stationären Behandlung in Eußerthal ging es mir schon viel besser," erklärt Jürgen H., einer der Patienten, die jetzt in der Außenwohngruppe in Landau leben, "aber ich bin froh, hier erst mal noch mehr für die Realität des Lebens trainieren zu können. Und natürlich hoffe ich auf Übernahme in den regulären Arbeitsbetrieb meines Praktikumgebers, denn ich bin lange genug arbeitslos gewesen und das hat mich auch immer wieder zur Flasche greifen lassen. Damit soll jetzt endgültig Schluss sein! Doch meine Einzeltherapeutin aus der Fachklinik, die mich nun schon 15 Wochen kennt, hilft mir auch während der Wohngruppenzeit bei meinen Problemen. Ich fahre ein mal in der Woche zurück in die Fachklinik und dort besprechen wir regelmäßig, was meine Pläne sind und wie ich sie umsetzen kann. Die Betreuer der Wohngruppe sind zudem meine Ansprechpartner vor Ort."
In der Außenwohngruppe stehen 10 Behandlungsplätze mit insgesamt 8 Einzelzimmern und einem Doppelzimmer mit Küche, Bädern und Aufenthaltsraum mit Satelliten-TV und großem Balkon zur Verfügung. Fernsehgeräte, Musikanlagen und PCs können mitgebracht werden.

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