
Sie befinden sich hier: Behandlungsmaßnahmen / Indikativgruppen

Ängste gehören zu den verbreitetsten psychischen Störungen, die zusammen mit Suchterkrankungen auftreten. Häufig geht dabei die Angststörung der Sucht voraus. Der Konsum von Suchtmitteln (z.B. Alkohol, Medikamente) verringert kurzfristig Angstzustände sowie Angstsymptome (z.B. Herzklopfen, Schweißausbrüche, Zittern, Atemnot, Beklemmung, Schwindel) und bringt dadurch positive Erwartungen an das Suchtmittel hervor.
Langfristig entsteht durch diesen unangemessenen Bewältigungsversuch aber ein Teufelskreis, bei dem sich Ängste und Sucht gegenseitig aufschaukeln: Suchtmittel werden konsumiert, um Angstsymptome zu reduzieren, und das Suchtverhalten verschlimmert die Angstsymptome.
Zum Umgang mit Ängsten werden spezielle Atemtechniken und Entspannungsmethoden eingeübt. So wird gelernt, sich den Ängsten zu stellen und diese ohne Vermeidung zu überwinden.